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Kampf gegen Katastrophe - Strahlende Lebensmittel


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Kampf gegen Katastrophe - Strahlende Lebensmittel

Unread postby Thomas » Sat 19. Mar 2011, 18:51

Rund eine Woche nach dem Erdbeben in Japan und den katastrophalen Störfällen im Atomkraftwerk Fukushima sind erste radioaktiv verstrahlte Lebensmittel aufgetaucht. Zudem wies das Trinkwasser in der Hauptstadt Tokio Spuren von Radioaktivität auf.

In Fukushima kämpften Techniker, Feuerwehrleute und Soldaten weiter gegen die nukleare Katastrophe.

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Mit allen Mitteln versuchten sie, die schwer beschädigten Reaktoren des havarierten AKW zu kühlen, um Kernschmelzen zu verhindern. Nach Einschätzung eines Strahlenexperten trat zuletzt wohl keine massive Radioaktivität mehr aus den Reaktoren aus. Als hätte es das Beben nicht gegeben, vollendet Tokio den höchsten Fernsehturm der Welt.

Die Regierung verkündete am Samstag hoffnungsvolle Botschaften zur Lage im Atomkraftwerk und den am meisten gefährdeten Reaktoren 3 und 4. Am Reaktor 3 habe sich die Situation stabilisiert, sagte Regierungssprecher Yukio Edano. Die Kühlung von außen durch Wasserbeschuss zeige Wirkung. In dem Reaktorbecken habe man jetzt mehr Wasser festgestellt. Am Samstag spritzten Armee und Feuerwehr mit Spezialfahrzeugen mehr als tausend Tonnen Meerwasser auf den Reaktor 3. Auch Reaktor 4 sollte von außen mit Wasser gekühlt werden. Am vergangenen Samstag gab es die erste Explosion in Fukushima als Folge der Naturkatastrophe.

Gleichzeitig versuchen Techniker, die Kühlsysteme einiger Reaktoren wieder in Gang zu setzen. Stromkabel wurden inzwischen bis zu den Reaktoren 1 und 2 verlegt. Der Reaktor 2 sollte als erster an die Stromversorgung angeschlossen werden. Es ist der einzige Fukushima-Meiler, der über so genannte MOX-Brennelemente mit hoch gifitigem Plutonium verfügt. Ob die Pumpen und Leitungen nach den gewaltigen Explosionen an mehreren Stellen im AKW noch funktionieren, ist völlig unklar.

In die Dächer der Reaktoren 5 und 6, in denen ältere Brennstäbe lagern, wurden Löcher gebohrt, durch die Wasserstoff entweichen kann, ohne dass er explodiert. Die Kühlbecken dort wurden mit Notstrom aus Dieselgeneratoren des Reaktors 6 gekühlt. Zuletzt hatte die Nachrichtenagentur Kyodo am Samstag gemeldet, dass die Temperatur im Kühlbecken von Block 5 sinke.

Sollte es eine komplette Kernschmelze in einem der Reaktoren 1 bis 3 oder in einem der vier Kühlbecken geben, wird das gesamte Gelände nach Experteneinschätzung so verstrahlt, dass Menschen dort nicht mehr arbeiten können. Dann dürften auch die anderen Reaktoren völlig außer Kontrolle geraten. Eine vielfache Kernschmelze wäre die Folge.

Das japanische Gesundheitsministerium verbot den Verkauf von Lebensmitteln aus der Provinz Fukushima. Die Strahlenwerte für Spinat und Milch aus der Gegend würden die zulässigen Grenzwerte übersteigen. Eine akute Gesundheitsgefährdung sei aber derzeit nicht zu erwarten. Wer ein Jahr lang von der belasteten Milch trinke und den ebenfalls verstrahlten Spinat esse, nehme eine Strahlendosis von der Stärke einer einzigen Röntgenuntersuchung auf, so die Regierung. Auch im Trinkwasser der 35-Millionen-Metropole Tokio sowie Fukushimas Nachbarpräfektur Gunma seien Spuren von radioaktivem Jod entdeckt worden.

In Gunma sei die Konzentration nicht bedrohlich. Im weiter entfernten Tokio lagen die Werte noch darunter. Auch in der Präfektur Fukushima wurden im Trinkwasser Messwerte über der erlaubten Norm ermittelt.

Der Boden im Umkreis von 30 Kilometern um den Reaktor herum sei kontaminiert, sagte der Leiter des Instituts für Strahlenbiologie im Helmholtz-Zentrum München, Professor Michael Atkinson der dpa. «Doch die Aktivität des Radiojodids im Bodens scheint abzuklingen. Das ist ein Hinweis darauf, dass im Moment nichts aus dem Reaktor mehr austritt.»

Die Suche nach den Opfern des Tsunamis vom Freitag vor einer Woche ging weiter. 10 902 Menschen galten am Samstag noch als vermisst. Nach Angaben der Polizei wurden 7197 Todesopfer gezählt. Jeden Tag werden hunderte Leichen in den Trümmern der zerstörten Siedlungen gefunden.

Die Gemeinden in den japanischen Unglücksgebieten haben nach dem Erdbeben und Tsunami ein Problem mit den vielen Toten. Einem Bericht der Zeitung «Yomiuri» zufolge sind die Krematorien überfordert. In den betroffenen Provinzen werde nun überlegt, die Toten zu beerdigen, was in Japan sonst nicht üblich ist, weil es fast nur Feuerbestattungen gibt.

Der Bau von Baracken für die Überlebenden begann vielerorts mit Problemen. Weil Benzin und Diesel knapp seien, konnte Baumaterial nicht geliefert werden, berichtete die Agentur Kyodo.

Die meisten Deutschen haben die japanische Hauptstadt Tokio und ihre Umgebung inzwischen verlassen. «Ich schätze, dass sich weniger als Tausend deutsche Staatsbürger noch in ganz Ostjapan aufhalten», sagte ein Botschaftssprecher. Im Ballungsgebiet Tokio-Yokohama lebten bis zum Erdbeben etwa 3500 Deutsche. Wegen der dramatischen Lage am Atomkraftwerk verlegte auch die deutsche Botschaft ihren Sitz nach Osaka.

Während Retter fieberhaft versuchen, den Überlebenden zu helfen, kommt die Erde in Japan nicht zur Ruhe. Dem Erdbeben mit der Stärke 9,0 vom vergangenen Freitag sind so viele Nachbeben gefolgt wie nie zuvor. 262 Mal habe die Erde in der Woche danach mit der Stärke 5 oder mehr gebebt, teilte das Meteorologische Institut in Japan am Freitag nach Angaben von Kyodo mit.

Japans Bauindustrie überrascht derweil mit einer Rekordmeldung. In Tokio beendeten Bauarbeiter trotz des Erdbebens den Bau eines neuen Fernsehturms mit einer Weltrekordhöhe von 634 Metern. Der Rohbau hatte den Mega-Erdstoß unbeschadet überstanden. (Quelle: Tokio (dpa/lby))
Mfg Thomas
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Thomas
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