Ein genaues Anschlagziel habe es aber noch nicht gegeben, teilte der stellvertretende Generalbundesanwalt Rainer Griesbaum am Samstag in Karlsruhe fest. Die Festgenommenen seien «noch in der Experimentierphase» gewesen.

Sie hätten geplant, einen mit Metallteilen versetzten Sprengsatz in einer größeren Menschenmenge zur Explosion zu bringen.
Laut Griesbaum belegen aktuelle Erkenntnisse der Ermittler, dass Al-Kaida in Deutschland Anschläge plant. Einer der drei Beschuldigten habe 2010 von einem hochrangigen Mitglied der Terrororganisation den Auftrag für einen Anschlag in Deutschland erhalten.
Der Präsident des Bundeskriminalamts, Jörg Ziercke, berichtete, der Hauptbeschuldigte habe sich seit November 2010 illegal in Deutschland aufgehalten, um die Vorbereitungen für ein Attentat zu treffen. Gegen ihn sei inzwischen Haftbefehl erlassen worden. Es habe Verbindungen der Beschuldigten nach Österreich, Marokko und in das Kosovo gegeben. Es sei ein Netzwerk von sieben bis acht Beteiligten aufgebaut worden. «Aber es können auch mehr sein», sagte Ziercke. Es gebe noch keine Entwarnung. Ein mögliches Ziel für einen Anschlag hätten Veranstaltungen im Großraum Düsseldorf sein können. (Quelle: Karlsruhe (dpa/lby))















