Die Hardwick-Wollfledermaus (Kerivoula hardwickii) auf Borneo verbringt den Tagesschlaf gern und oft in einer fleischfressenden Pflanze. Zum Dank dafür - quasi als Miete - nutzt das Flattertier seine Behausung auf der indonesischen Insel auch noch als Klo. Das ist kein Hinweis auf groben Undank, im Gegenteil: Im Kot finden sich für die fleischfressende Kannenpflanze nützliche Stickstoffverbindungen.

Dieses zeitweise Zusammenleben zum gegenseitigen Nutzen beschreibt eine Gruppe um Ulmar Grafe und Caroline Schöner von der Universität Würzburg. Ihre Untersuchung ist in den «Biology Letters» der britischen Royal Society nachzulesen. (Quelle: Würzburg/London (dpa/lby))