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US-Spieleindustrie will nach Massaker nicht Sündenbock sein


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US-Spieleindustrie will nach Massaker nicht Sündenbock sein

Unread postby Thomas » Sun 13. Jan 2013, 16:34

Vermarkter von Unterhaltungssoftware haben im Umfeld eines Treffens mit US-Vizepräsident Joe Biden nach dem Massaker an einer Schule in Newtown zu verstehen gegeben, dass ihrer Ansicht nach eine stärkere Regulierung des Sektors nicht ernsthaft in Frage kommt. Insbesondere dürfte jeder Versuch, den Vertrieb von Computerspielen oder anderen Unterhaltungsmedien mit Gewaltdarstellungen selbst an Heranwachsende und Jugendliche zu unterbinden, voraussichtlich als verfassungswidrig erklärt werden, schrieb Mark Fisher, Übergangspräsident der Entertainment Merchants Association, vor der Unterredung an den Demokraten.

Zur Begründung führte der Branchenvertreter aus, dass die Industrie bereits selbst ein ausgeklügeltes Verfahren mit Altersbeschränkungen eingeführt habe, um den Verkauf etwa von Ballerspielen an Kinder zu verhindern. Die Handelsaufsicht in Form der Federal Trade Commission (FCC) habe bescheinigt, dass einschlägige Verkaufsstellen dieses System rigoros umsetzten. Ein vom Senator Leland Yee ins kalifornische Parlament eingebrachtes Gesetz zur staatlichen Aufsicht über den Selbstkontrollmechanismus sei daher vom Obersten US-Gericht, dem Supreme Court, unter Verweis auf die Meinungsfreiheit kassiert worden. Der Demokrat bestätigte nun gegenüber der "Huffington Post", dass der Gesetzgeber in diesem Bereich nicht viel tun könne und die "Verantwortung tatsächlich auf Seiten der Gewaltspiele herstellenden Industrie liegt".

Biden selbst hatte im Lauf der Woche gemeinsam mit US-Präsident Barack Obama zum Ausdruck gebracht, dass er vor allem den Verkauf von Waffen stärker regulieren will. Vor wenigen Tagen fand daher zunächst ein Gespräch unter anderem mit der mächtigen US-Waffenlobby NRA (National Rifle Association) statt. Diese machte jüngst unter anderem Spiele wie Bulletstorm, Grand Theft Auto, Mortal Kombat oder Splatterhouse für eine zunehmende Gewaltbereitschaft in der Gesellschaft verantwortlich.

Bei dem Treffen mit der Unterhaltungsindustrie am Freitag in Los Angeles saßen neben Biden, der von Regierungsseite aus von Justizminister Eric Holder und Gesundheitsministerin Kathleen Sebelius unterstützt wurde, auch unter anderem Vertreter der Lobbyvereinigung Entertainment Software Association, des Selbstregulierungsgremiums Entertainment Software Ratings Board, Wissenschaftler sowie Abgesandte einzelner Spielehersteller. "Wir wissen, dass es kein Patentrezept gibt", erklärte der US-Vizepräsident Berichten zufolge in seiner Eingangsrede. Er habe selbst keine Antwort auf die an ihn herangetragene Frage, ob gewalthaltige Computerspiele zu einer Verrohung der Kultur führten. Es handle sich um ein "komplexes Problem".

Der Psychologieprofessor Christopher Ferguson, der als Sachverständiger an der Unterredung teilgenommen hatte, zeigte sich im Anschluss gegenüber einem Blog des Wall Street Journals "vorsichtig optimistisch", dass es Biden nicht auf eine "Hexenjagd" auf die Games-Produzenten abgesehen habe – im Gegensatz zu einem seiner Vorgänger. Er habe die Industriegesandten weder umarmt, noch sei er gleich mit restriktiven Forderungen auf sie zugegangen. Es gehe im offenbar zunächst um eine möglichst neutrale Bestandsaufnahme.

Ian Bogost, Professor an der Georgia Tech University, hatte die Wirtschaftslobbyisten schon im Vorfeld dafür gerügt, sich überhaupt mit der Politik an einen Tisch setzen zu wollen. Damit hätten sie anerkannt, Teil des Problems zu sein. US-Senatoren setzen derweil auf neue Studien, um die Wirkungen gewalthaltiger Games auf Kinder genauer auszuloten.
Mfg Thomas
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