Werbung - Gast

Gauck fordert realistische Einschätzung der Lage in Afghanis


Keywords for this topic
fordert, afghanis, gauck, lage, realistische, der, einschätzung, mussten, gezeigt, jeweils, ums, internationale, verteidigungsminister, direkt, abend

Gauck fordert realistische Einschätzung der Lage in Afghanis

Unread postby Thomas » Tue 18. Dec 2012, 00:58

Bundespräsident Joachim Gauck hat vor deutschen und internationalen Soldaten in Afghanistan eine realistische Einschätzung der Lage des Landes gefordert. Er wünsche sich weder Schwarzmalerei noch Schönfärberei, sondern Realismus, sagte Gauck am Montag bei seinem ersten Besuch in Afghanistan im deutschen Hauptquartier bei Masar-i-Scharif.



«Sie hier können durch Ihre Erfahrungen dazu beitragen, dass in Deutschland ehrlich über den Einsatz gesprochen wird.»

Der Bundespräsident dankte Soldaten und Helfern für ihr Engagement und schloss dabei Familien und Freunde der Deutschen in Afghanistan ein. Eine Woche vor Weihnachten sei dieser Dank besonders groß. Es habe ihm viel daran gelegen, die deutschen Truppen noch vor den Festtagen zu besuchen, sagte Gauck. Die Lage sei zwar nicht mehr so bedrohlich. «Aber öffentlicher Dienst in Uniform hier in Afghanistan ist etwas anderes als zu Hause.»

Derzeit sind noch gut 4500 deutsche Soldaten am Hindukusch. Deutschland will seine Kampftruppe mit Ende des offiziellen Isaf-Einsatzes in zwei Jahren heimholen, rüstet die Soldaten aber derzeit noch mit Kampfhubschraubern aus. Die letzten französischen Kampftruppen hatten das Land am Wochenende verlassen.

In Afghanistan herrschten immer noch kriegsähnliche Zustände, sagte Gauck. Der internationale Einsatz sei nicht am Ziel, aber er wolle bewusst von einem Erfolg sprechen. Man höre in Deutschland von verwundeten oder getöteten Soldaten, nicht aber von zivilen Errungenschaften wie Stromanschlüssen und Schulabschlüssen.

Seine eigene Lebensgeschichte habe gezeigt, dass ohne Mut und Ausdauer der gesellschaftliche Wandel nicht zu erreichen sei, sagte Gauck. Der Einsatz der Soldaten sei Ausdruck einer in unserer Gesellschaft nicht selbstverständlichen Bereitschaft zum Dienen und zur Hingabe. Militärisches Handeln könne aber nur Räume sichern, die dann mit friedlichem demokratischen Leben gefüllt werden müssten.

Die jahrzehntelange Abfolge von Kriegen in Afghanistan fordert derweil weitere Opfer. In der Ostprovinz Nangarhar kamen am Montag mindestens zehn Mädchen bei der Explosion einer Landmine um. Zwei weitere wurden verletzt. Die Kinder seien beim Sammeln von Feuerholz auf die Mine gestoßen, erklärte die Polizei. Nach Informationen der Vereinten Nationen leben mehr als eine Million Afghanen nicht weiter als 500 Meter von vermintem Gelände entfernt. Jeden Monat werden durch Minen im Durchschnitt 42 Afghanen verstümmelt oder getötet.

In Kabul riss am Montag ein Selbstmordattentäter einen Menschen mit in den Tod. Mindestens 15 weitere Zivilisten wurden verletzt. Zu dem Anschlag nahe einer Logistikfirma bekannten sich die Taliban.

Gauck war am Abend (Ortszeit) mit einer zivilen Airbus A310 der Bundesregierung in Masar-i-Scharif eingetroffen. Die Reise war aus Sicherheitsgründen nicht angekündigt. Gauck will mehrere Tage im Land bleiben. Er wurde von seiner Lebensgefährtin Daniela Schadt und vom Generalinspekteur der Bundeswehr, Volker Wieker, begleitet.

Der Kommandeur des ISAF-Regionalkommandos, Generalmajor Erich Pfeffer, gab Gauck einen Überblick über die militärische Lage. Im Camp Marmal bei Masar-i-Scharif sind etwa 2000 Bundeswehr-Soldaten stationiert. Es ist das größte Feldlager der Bundeswehr außerhalb Deutschlands. Insgesamt sind dort 5000 Soldaten der USA, Norwegens und anderer Länder der Nato-geführten Truppe ISAF im Einsatz.

Auch Gaucks Vorgänger Christian Wulff und Horst Köhler hatten jeweils einmal während ihrer Amtszeit Afghanistan besucht, zuletzt Wulff im Oktober 2011. Im November war Verteidigungsminister Thomas de Maizière erstmals mit einem zivilen Regierungs-Airbus direkt nach Masar-i-Scharif geflogen. Davor mussten Regierungsmitglieder im usbekischen Termes in eine Militärmaschine umsteigen. Der Direktflug soll auch die Fortschritte in der Sicherheitslage im Norden Afghanistans unterstreichen. Seit Sommer 2011 ist dort kein Bundeswehr-Soldat mehr ums Leben gekommen.
Mfg Thomas
User avatar
Thomas
Administrator
Administrator
 
Users InformationUsers Information Users Information
 

Show post links

Online

Werbung - Mitte

 

Share on ...

Share on FacebookShare on TwitterShare on TuentiShare on SonicoShare on FriendFeedShare on OrkutShare on DiggShare on MySpaceShare on DeliciousShare on Technorati

Werbung - Allgemein


Who is online

Users browsing this forum: Metager [Bot] and 9 guests

Return to Weltweites

Who is online

Users browsing this forum: Metager [Bot] and 9 guests

cron

User Control Panel

Login

Who is online

In total there are 10 users online :: 1 registered, 0 hidden, 0 bots and 9 guests (based on users active over the past 60 minutes)
Most users ever online was 628 on Fri 26. Oct 2018, 15:50

Users browsing this forum: Metager [Bot] and 9 guests
TWCportal DE | TWCmail DE & TWCmail EU | Help-Book DE & Help-Book EU | PHP-Wolf | Online-ABC & OnlineABC | Web-Hacks


Usemax-Advertisement | Zanox - Das Werbenetzwerk | TWCgames DE