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Super-Handy mit 41 MP-Kamera: Das Nokia 808 PureView


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Super-Handy mit 41 MP-Kamera: Das Nokia 808 PureView

Unread postby Thomas » Tue 10. Apr 2012, 01:34

"Oh Gott" war der erste Gedanke, als ich die 41 Megapixel im Datenblatt des Nokia 808 PureView gesehen haben. Und nein, nicht im positiven Sinne. Denn wo sich die Hersteller von Kompaktkameras mit 14, 16 und jüngst auch 18 Megapixeln sinnlos überbieten, scheinen die Finnen jetzt komplett durchgedreht zu sein. Beim genaueren Hinsehen zeigt sich aber: Das 808 PureView macht DigiCams wirklich überflüssig.

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Wenn man nach dem Datenblatt geht, dann bricht das Nokia 808 PureView alle Rekorde: Das Kamera-Handy verfügt über einen 41-Megapixel-Sensor und schießt Fotos mit bis zu sagenhaften 38 Megapixeln. Damit stellt das Knips-Telefon sogar alle aktuellen Profi-DSLRs wie Nikons D800 und D4 oder die Canon EOS 1D X in den Schatten. Und selbst Mittelformat-Kameras von Phase One & Co. haben schon ihre Mühe, hier mitzuhalten. Nur, dass man in der Realität nicht mit dem Datenblatt, sondern eben mit der Kamera fotografiert. Und hier sieht vieles auf einmal wieder ganz anders aus.

Über die Qualität eines Fotos entscheiden nämlich nicht die Megapixel. Jedenfalls nicht in erster Linie. Mehr als zehn Millionen Bildpunkte braucht kein Hobby-Fotograf. Stattdessen ist viel wichtiger, wie "gut" die einzelnen Pixel sind. Der beste Maßstab für die Qualität der Pixel einer Kamera ist das Verhältnis von Sensorgröße zu Auflösung - also die Größe der einzelnen Pixel. Denn ein winziger Pixel fängt, einfach gesagt, nur sehr wenige Lichtteilchen ein und muss aus wenig Informationen einen sinnvollen Wert ermitteln. Dabei kommt es aber eben schnell zu Fehlern, die sich schließlich in Bildrauschen und Artefakten äußern.

Mittelformat-Kameras mit 60 Megapixeln haben riesige Bildsensoren - das Gleiche gilt für Vollformat-Profi-DSLRs, die sich im Moment bis auf 36 Megapixel vorwagen. Aber in einem Handy ist schlicht und ergreifend kein Platz für einen derart großen lichtempfindlichen Chip.

Dennoch überrascht das Nokia 808 PureView positiv. Der Sensor ist nämlich größer als alle Lichtfänger, die man bei irgendeiner aktuellen Kompaktkamera findet. Mit einer Diagonale von 1/1,2 Zoll ist er grob doppelt so groß wie der Chip in einer Canon PowerShot G12 und kommt schon fast an Nikons Systemkameras der 1-Serie heran. Unterm Strich bleibt festzuhalten: Der Sensor spielt in puncto Größe in einer Liga, die durchaus für anspruchsvolle Fotografen interessant ist.

Jetzt kommt allerdings die Auflösung ins Spiel. So groß der Sensor auch ist, den Platz teilen sich irrsinnig viele Pixel - 41 Millionen, um genau zu sein. Wer sich in Arithmetik übt oder der Einfachheit halber in Nokias Datenblättern wühlt, findet heraus, dass für einen Pixel 1,4 Mikrometer beziehungsweise Mikron Platz bleiben. Und genau diese 1,4 Mikrometer geben uns einen Anhaltspunkt dafür, wie gut - oder schlecht - die Fotos jetzt tatsächlich werden.

Die bereits erwähnten Profi-DSLRs erreicht das Nokia 808 PureView natürlich nicht. Die bereits erwähnte Phase One P65+ kommt auf ganze 6 Mikron, die Nikon D800 bewegt sich bei rund 5 Mikron, und Canons EOS 1D X bietet etwa 7 Mikron. Stattdessen ordnen sich die Bildpunkte des Nokia-Smartphones - was für ein Handy immer noch sehr beachtlich ist - in der Kompaktkamera-Liga ein. Die allermeisten aktuellen Digicams mit einer Sensorgröße von 1/2,3 Zoll und 12 Megapixeln Auflösung bieten ebenso große Pixel.

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Jetzt stellt sich nur die Frage: Was soll der Handy-Fotograf mit 41 Megapixeln anfangen - etwa seine Hauswand mit Schnappschüssen tapezieren? Nokia hat anderes im Hinterkopf. Die gewaltige Auflösung soll den wohl größten Nachteil von Smartphone-Kameras gegenüber dedizierten Digicams wettmachen: das Fehlen eines optischen Zooms. Wer bei geringer Handysensor-Auflösung digital vergrößert, bekommt am Ende nur noch Matsch auf dem Bildschirm zu sehen. Nokias Kombination aus großem Sensor und riesiger Pixelzahl dagegen erlaubt es, aus der Mitte eines 38-Megapixel-Fotos verlustfrei eine 5-Megapixel-Aufnahme herauszuschneiden und so quasi etwa vierfach zu zoomen. Das funktioniert nicht nur im Foto-, sondern auch im Videomodus - und so wie es sich in Nokias Whitepaper anliest, auch während des Filmens.

Wer dagegen aufs Zoomen verzichtet, profitiert von einem anderen Effekt. Denn das Nokia 808 PureView ist nämlich in der Lage, benachbarte Pixel zu größeren Bildpunkten zusammenzufassen. Halbiert man also etwa die horizontale und die vertikale Auflösung, so verdoppelt sich die Pixelgröße quasi auf 2,8 Mikron, und die Auflösung sinkt auf 10 Megapixel. Und mit 2,8 Mikron kratzen die Finnen schon an den 3,4 Mikron, die das Nikon-1-Kamerasystem zu bieten hat. Und damit darf man auch bei schlechten Lichtverhältnissen eine durchaus annehmbare Bildqualität erwarten.

Zur Bildqualität könnte auch das Objektiv beitragen. Die Carl-Zeiss-Linse bietet eine größte Blendenöffnung von F2,4. Zusammen mit einer realen Brennweite von 8,02 Millimetern, was 26 Millimetern im Kleinbildäquivalent entspricht, dürfte das zumindest bei Nahaufnahmen ein paar kreative Schärfentiefe-Spielereien erlauben. Nachdem der scharfe Bereich mit dem größeren Sensor geringer wird, steigen allerdings auch die Ansprüche an den Autofokus - denn bei einer geringeren Schärfentiefe darf man sich weniger Fehler erlauben. Eine echte Irisblende, mit der sich die Schärfentiefe vergrößern ließe, gibt es bei der Kamera dem Anschein nach ebenfalls nicht. Immerhin ist zur Reduktion der einfallenden Lichtmenge ein Neutraldichtefilter an Bord.

Die Lichtstärke von F2,4 dürfte in der Praxis wichtig sein, um die Verschlusszeiten möglichst niedrig zu halten. Denn die hohe Auflösung verzeiht zittrige Hände ebensowenig wie Mayo-Spuren auf der Linse. Jedenfalls nicht, wenn man die Aufnahmen noch stark vergrößern möchte. Einen echten optischen oder mechanischen Bildstabilisator scheint Nokia dem Handy jedenfalls nicht verpasst zu haben.

Ein weiterer Nachteil der Kombination aus großem Bildsensor und kleinem Objektiv ist der fehlende Makromodus. Die Naheinstellgrenze der Kamera liegt bei 15 Zentimetern. Näher kommt man im Weitwinkel nicht an das Motiv heran. Viel Licht und ruhige Hände vorausgesetzt, dürfte die hohe Auflösung des Sensors hier aber dennoch ordentlich viele Details zu Tage fördern. Ansonsten hilft der Xenon-Blitz des Nokia 808 aber sicherlich ebenfalls weiter - die Reichweite beträgt laut Hersteller 3,5 Meter. Für Bewegtbilder ist übrigens zusätzlich noch eine Video-LED integriert.

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Bildqualität könnte auch das Objektiv beitragen. Die Carl-Zeiss-Linse bietet eine größte Blendenöffnung von F2,4. Zusammen mit einer realen Brennweite von 8,02 Millimetern, was 26 Millimetern im Kleinbildäquivalent entspricht, dürfte das zumindest bei Nahaufnahmen ein paar kreative Schärfentiefe-Spielereien erlauben. Nachdem der scharfe Bereich mit dem größeren Sensor geringer wird, steigen allerdings auch die Ansprüche an den Autofokus - denn bei einer geringeren Schärfentiefe darf man sich weniger Fehler erlauben. Eine echte Irisblende, mit der sich die Schärfentiefe vergrößern ließe, gibt es bei der Kamera dem Anschein nach ebenfalls nicht. Immerhin ist zur Reduktion der einfallenden Lichtmenge ein Neutraldichtefilter an Bord.

Die Lichtstärke von F2,4 dürfte in der Praxis wichtig sein, um die Verschlusszeiten möglichst niedrig zu halten. Denn die hohe Auflösung verzeiht zittrige Hände ebensowenig wie Mayo-Spuren auf der Linse. Jedenfalls nicht, wenn man die Aufnahmen noch stark vergrößern möchte. Einen echten optischen oder mechanischen Bildstabilisator scheint Nokia dem Handy jedenfalls nicht verpasst zu haben.

Ein weiterer Nachteil der Kombination aus großem Bildsensor und kleinem Objektiv ist der fehlende Makromodus. Die Naheinstellgrenze der Kamera liegt bei 15 Zentimetern. Näher kommt man im Weitwinkel nicht an das Motiv heran. Viel Licht und ruhige Hände vorausgesetzt, dürfte die hohe Auflösung des Sensors hier aber dennoch ordentlich viele Details zu Tage fördern. Ansonsten hilft der Xenon-Blitz des Nokia 808 aber sicherlich ebenfalls weiter - die Reichweite beträgt laut Hersteller 3,5 Meter. Für Bewegtbilder ist übrigens zusätzlich noch eine Video-LED integriert.

Das anfängliche Entsetzen ist mehr und mehr der Faszination gewichen. Der für ein Smartphone sehr große und gleichzeitig extrem hochauflösende Sensor ist nämlich ein völliges Novum. Und auch wenn es sicherlich noch eine ganze Menge Unbekannte in dieser Gleichung gibt, so hat das neue Nokia-Mobiltelefon ein gewaltiges Potenzial, das mit Abstand beste Kamera-Handy aller Zeiten zu werden - und sogar die Kompaktkameras ernsthaft nass zu machen. Wir hoffen jedenfalls, dass sich die Finnen hier nicht bei Autofokus oder Bedienung selbst ins Knie geschossen haben. Aber dass sie gute Handykameras bauen können, wenn sie wollen, haben sie ja bereits beim Nokia N8 gezeigt. Wir sind schwer gespannt und hoffen, bald ein Testgerät des Nokia 808 PureView in die Finger zu bekommen.

Bis es soweit ist, gibt es hier schon einmal drei Testfotos zu bewundern, die Nokia auf seiner Webseite zur Verfügung gestellt hat. Ein Klick auf die Aufnahmen vergrößert sie auf die maximale Auflösung von 7728 mal 4354 (16:9) beziehungsweise 7152 mal 5368 (4:3) Pixel.

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Das Display ist 4,0 Zoll groß und löst 640 mal 360 Pixel auf. Für Rechenleistung sorgt ein 1,3 GHz schneller Prozessor. Außerdem gibt es 16 GByte internen Speicher, der sich per microSD-Karte um bis zu 32 GByte erweitern lässt. Als Betriebssystem kommt Symbian zum Einsatz. Wer damit nicht glücklich ist: Nokia plant diversen Berichten zufolge, die PureView-Technologie auch auf Windows-Handys zu bringen. Android-Fans gucken aber wohl vorerst in die Röhre, da es dort bis jetzt keine herausragende Kamera gibt.
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