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PC-Markt in Europa bricht ein

Unread postMessage posted...: Mon 22. Oct 2012, 19:28
by Thomas
Nach einem sehr starken zweiten Quartal 2012 gab der PC Markt in Europa, dem Nahen Osten und Afrika (EMEA-Region) im dritten Quartal 2012 wie erwartet nach. Nach Angaben der Marktforscher von IDC wurden 7,7 Prozent weniger PCs abgesetzt, als noch im Vergleichszeitraum 2011. Während sich die Verkaufszahlen in den Sommermonaten Juli und August deutlich abschwächten, zog der Absatz im September wieder an. IDC begründet das mit der Vorbereitung vieler Hersteller auf den Launch von Windows 8 im Oktober und der damit verbundenen Veröffentlichung von vielen neuen Modellen, insbesondere im Ultrabook-Bereich.

In Westeuropa schrumpfte der Markt im Jahresvergleich um 12,8 Prozent. Die Analysten sehen vor allem den schwindenden Bedarf im Business-Segment und die veränderten Konsumenten-Nachfrage als Grund. Dazu zählen die Verlangsamung in der Neunanschaffung von Hardware nach abgelaufenen Anschaffungszyklen im B2B-Bereich sowie der Konsumenten-Trend hin zu Smartphones und Tablets. Die PC-Verkäufe in der CEE-Region (Central and Eastern-Europe) lassen das schlechte Gesamtergebnis moderater erscheinen. Hier gingen die Verkäufe lediglich um 1 Prozent zurück. Auch im Nahen Osten und in Afrika hieltsich der Rückgang mit 1,9 Prozent in Grenzen.

Hewlett Packard (HP) bleibt weiterhin der führende PC-Hersteller für die Region, auch wenn die Verkaufszahlen der HP-Produkte im Vergleich zum dritten Quartal 2011 erneut um 16 Prozent zurückgingen. Nach starken Verkäufen im zweiten Quartal 2012, blieb Acer zwar auf dem zweiten Platz im Ranking der fünf Top-Hersteller, musste aber auch einen Verkaufsrückgang um 3,2 Prozent verkraften.

Lenovo dagegen kehrt den allgemeinen Abwärtstrend völlig um und konnte so den dritten Platz im Ranking ergattern. Als einziger Top-Hersteller konnte das Unternehmen seinen Absatz erneut um 26,5 Prozent zum Vergleichszeitraum 2011 steigern. Der chinesische Hersteller legte vor allem in der CEE-Region und im Nahen Osten zu, profitierte aber auch in West-Europa mehr und mehr von den Konsumenten, die sich für ein Lenovo-Modell entschieden.

Auf den vierten Platz rutschte Asus ab. Das Unternehmen verkaufte 3,8 Prozent weniger Geräte als noch im dritten Quartal 2011. Dabei profitierte der Hersteller sogar noch von einem Anstieg in der Region Naher Osten/Afrika, der den rückläufigen Absatz abschwächte. Besonders heftig brach der Absatz bei Dell ein, wodurch das Unternehmen auf den fünften Platz durchgereicht wurde. Dell setzte 14,1 Prozent weniger Geräte ab als noch vor einem Jahr.

Hinter den fünf Herstellern verteidigte Samsung den sechsten Platz. Die Südkoreaner mussten zwar mit Rückgängen in Westeuropa kämpfen, konnten aber in den Regionen Zentraleuropa und Mittlerer Osten mehr absetzen. Toshiba, Apple, Sony und Fujitsu folgen auf den nächsten Plätzen, wobei Apple und Sony vor allem im Konsumenten-Bereich nach wie vor einen hohen Stellenwert genießen und Toshiba insbesondere durch seinen guten Absatz in UK und dem Nahen Osten profitieren konnte.