
Erreicht werden könne dies einerseits durch bessere Deutschkenntnisse der Betroffenen selbst, andererseits durch Dolmetscher in den Krankenhäusern und mehrsprachige Informationsbroschüren. Migranten besuchten im Durchschnitt genauso häufig einen Arzt wie Deutsche im Freistaat, nähmen aber aufgrund sprachlicher Hindernisse seltener Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch. Kinder mit Migrationshintergrund seien hingegen in der Regel besser geimpft als deutsche Kinder.
Laut dem Bericht sind Migranten grundsätzlich genauso gesund oder krank wie Deutsche, allerdings hätten sie ein höheres Risiko für bestimmte Krankheiten wie beispielsweise Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes. Denn aus dem Bericht geht hervor, dass fast jeder sechste Migrant in Bayern stark übergewichtig ist. In der deutschen Bevölkerung nur jeder achte. Kinder mit Migrationshintergrund litten gar doppelt so häufig unter starkem Übergewicht wie deutsche Kinder.
Mit dem Bericht hat das bayerische Gesundheitsministerium erstmals die Gesundheit und medizinische Versorgung von Migranten in Bayern untersucht. Im Freistaat leben laut Ministerium rund 2,5 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Das entspricht einem Fünftel der bayerischen Gesamtbevölkerung. (Quelle: München (dpa/lby))















