
Die Polizei in Bad Kissingen vernahm den Mann.
Die zuständige Staatsanwaltschaft in Schweinfurt werde anhand der Ermittlungsergebnisse in den nächsten Wochen prüfen, ob der Mann sich der «Fundunterschlagung» schuldig gemacht hat, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Rainer Vogt der Nachrichtenagentur dpa am Mittwoch. Kommt die Staatsanwaltschaft zu dem Schluss, der Soldat habe die Koffer «endgültig behalten» wollen, wird sie Anklage gegen ihn erheben. Dann droht dem 41-Jährigen eine Verurteilung wegen Unterschlagung mit einer Geldstrafe von bis zu 360 Tagessätzen oder eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren.
Seit dem Verschwinden der Koffer am Montag hatte die Kripo auf Hochtouren ermittelt. Die Beamten suchten an der Autobahn 7 die gefahrene Strecke des Transporters ab. Auch ein Hubschrauber war im Einsatz - die Koffer blieben jedoch verschwunden.
Viele Zeugen halfen der Polizei, den Fall aufzuklären: Einer gab an, die Behälter aus dem Transporter fallen gesehen zu haben. Einige Menschen sahen die Koffer tatsächlich an der Anschlussstelle Bad Kissingen/Oberthulba liegen. Ein Zeuge gab den Beamten den entscheidenden Tipp: Er beobachtete, wie ein Militärfahrzeug anhielt und jemand etwas einlud. Daraufhin ermittelten die Beamten auch bei der Bundeswehr.
Der Geldtransporter war am Montagmorgen von Oberthulba im Kreis Bad Kissingen aus auf der Autobahn 7 in Richtung Süden unterwegs, als die Fahrer durch einen akustischen Alarm auf eine offenstehende Tür aufmerksam gemacht wurden. Daraufhin stellten sie fest, dass drei Geldkoffer fehlten. (Quelle: Oberthulba/Würzburg (dpa/lby))



