
Vor allem die Industrie und die Autobauer reißen sich derzeit um die Chips der Münchner und haben den Konzern an seine Kapazitätsgrenzen gebracht. Die Prognose hatte Bauer bereits im Februar nach oben geschraubt. Im zweiten Viertel haben die Münchner ein deutliches Umsatzplus auf 994 Millionen Euro verbucht. Angesichts einer Gewinnmarge von 20 Prozent dürfte das operative Ergebnis bei rund 200 Millionen Euro liegen. Auch für das laufende dritte Quartal rechnet Infineon mit einem ähnlichem Niveau.
Bauer will den Konzern in den nächsten fünf Jahren auch ohne Zukäufe auf einen Jahresumsatz von rund 5 Milliarden Euro trimmen. Im Geschäftsjahr 2009/2010 hatten die Münchner ohne das verkaufte Mobilfunkgeschäft rund 3,295 Milliarden Euro erlöst und zahlten zum ersten Mal seit zehn Jahren wieder eine Dividende. In der Vergangenheit hatte Infineon dagegen teils herbe Verluste verbucht. Nach dem Börsengang 1999 litt der Halbleitersteller in der Folge abwechselnd unter dem Preisverfall bei Speicherchips, einer einbrechenden Nachfrage infolge von Wirtschaftskrisen und eigenen Problemen. (Quelle: Infineon profitiert weiter von der weltweit wachsenden Nachfrage, etwa aus der Autoindustrie. Der Halbleiterhersteller legt am Dienstag seine Zahlen für das zweite Quartal vor. Verraten haben die Münchner bereits, dass es prächtig für sie gelaufen ist.
München (dpa/lby))



