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Ski-WM: Debakel für Wenzl - Fessel 15. im Sprint

New postby Thomas » Thu 24. Feb 2011, 22:02

«Großmaul» Josef Wenzl war nach seinem WM-Debakel im Sprint ganz kleinlaut, und auch die anderen deutschen Langläufer hatten zum Auftakt der nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Oslo nichts zu lachen.

Der selbst ernannte Medaillenkandidat scheiterte bereits in der Qualifikation und räumte danach ein: «Ich glaube, die eine Woche Krankheit hat mich mehr zurückgeworfen als ich geahnt habe.

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Es waren keine 100 Prozent, die ich drauf hatte.»

Unter dem Jubel der 20 000 Fans am ausverkauften Holmenkollen krönte sich Norwegens «Langlauf-Königin» Marit Björgen zur ersten Weltmeisterin dieser Titelkämpfe. Den erhofften Doppelsieg der Gastgeber vereitelte der Schwede Marcus Hellner, der im Herren-Finale Petter Northug auf Rang zwei verwies.

Pech hatte Nicole Fessel, der ein Wimpernschlag zum Einzug ins Halbfinale fehlte. Die Oberstdorferin schied nach Fotofinish als Dritte ihres Viertelfinallaufes aus und sorgte mit Rang 15 für die beste deutsche Platzierung. «Ich bin im Moment sehr traurig. Ich habe mich so gut gefühlt und gemerkt, dass die anderen schwächeln. Doch dann war ich zweimal eingeklemmt, so ist eben der Sprint», klagte Fessel nach ihrem unglücklichen Aus.

Denise Herrmann aus Oberwiesenthal wurde 23. Bei den Herren war für WM-Neuling Daniel Heun, der als bester DSV-Sprinter auf Rang 27 landete, und Tim Tscharnke ebenfalls im Viertelfinale Endstation. «Nicole war sehr okay, aber auch mit Tim bin ich sehr zufrieden. Er hat sich teuer verkauft», bilanzierte Bundestrainer Jochen Behle.

Zur großen Enttäuschung geriet dagegen der Kurzauftritt von Wenzl. Der hatte ungeachtet einer Nasennebenhöhlenentzündung im WM-Vorfeld 24 Stunden zuvor noch getönt, für eine Medaille gut zu sein. Am Ende blieb nur die Erkenntnis, dass sein Körper doch nicht bereit war. Wenzl, der auch schon bei Olympia in der Qualifikation hängen geblieben war, hakte die Titelkämpfe am Holmenkollen nach dem Desaster vorzeitig ab. «Über den Teamsprint brauche ich mir keine Gedanken machen. Das ist kein Thema nach diesem Auftritt», sagte der 26-Jährige aus Zwiesel.

Im Kampf gegen die Uhr verließen Wenzl, der nur 39. wurde, auf den letzten 200 Metern die Kräfte. «Bei ihm hat sich gezeigt, dass hintenraus das Schmalz gefehlt hat», sagte Behle. Er bedauerte zudem, dass es in den vergangenen Tagen keine Möglichkeit gegeben hatte, mit Wenzl «richtig schnelles Training zu absolvieren».

Mit sich im Reinen war Heun. «Es war eine nervenaufreibende Woche für mich», sagte der Hesse aus Gersfeld, der erst am vergangenen Sonntag als 31. DSV-Athlet für die WM nachnominiert worden war. «Das war die richtige Entscheidung», stellte Behle fest. (Quelle: Oslo (dpa/lby))
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