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Unternehmen will sich den Namen Python sichern

Neuer Beitragvon Thomas » Di 19. Feb 2013, 23:44

Das britische Unternehmen Veber will den Namen "Python" in Europa schützen lassen. Die Python Software Foundation wehrt sich dagegen. Sie muss aber beweisen, dass die Skriptsprache unter diesem Namen EU-weit als Software genutzt wird.

Die Skriptsprache Python darf vielleicht in Europa bald nicht mehr unter diesem Namen genutzt werden. Das britische Unternehmen Veber will sich "Python" für seine eigenen Produkte sichern. Die Python Software Foundation (PSF) geht dagegen vor und versucht ihrerseits, die Wortmarke schützen zu lassen. Dazu muss sie beweisen, dass die Skriptsprache EU-weit unter dem Namen "Python" zum Einsatz kommt. Es sei das erste Mal, dass die PSF ihr geistiges Eigentum schützen muss, heißt es in dem Blogeintrag.

Der britische Internetdienstanbieter Veber hatte sich vor 13 Jahren die Domäne python.co.uk gesichert. Bislang wurde die Webadresse nicht genutzt, sondern diente lediglich zur Weiterleitung zu den zwei anderen Domänen des Unternehmens veber.co.uk und pobox.co.uk.

Künftig will Veber jedoch Cloud-basierte Dienste unter dem Namen Python anbieten. Die PSF habe mehrfach versucht, das Unternehmen zu kontaktieren und die Sache zu besprechen - allerdings ohne Erfolg, schreiben sie. Stattdessen habe Veber Markenschutz für den Namen "Python" beantragt.

Um zu beweisen, dass "Python" seit 20 Jahren für die Skriptsprache steht, sucht die PSF jetzt Unternehmen, die Python einsetzen. Sie sollen in einem Schreiben mit offiziellem Briefkopf kurz schildern, wie Python in ihrem Unternehmen eingesetzt wird, und dass das Unternehmen den Namen ausschließlich mit der Skriptsprache in Verbindung stellt. Unternehmen sollten auch darstellen, warum ein namensgleicher Anbieter von Dienstleistungen, Software und Servern für Verwirrung sorgen würde.

Außerdem sucht die PSF Unterlagen, Bücher, Stellenanzeigen oder Zeitschriften, die den Namen "Python" mit der Skriptsprache in Verbindung stellen.

Die PSF rechnet mit Ausgaben von mehreren zehntausend US-Dollar, um gegen Veber vorzugehen und sich die Wortmarke zu sichern und bittet auch um Spenden.
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