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Millionen tote Sardinen in kalifornischem Hafen

Neuer Beitragvon Thomas » Do 10. Mär 2011, 00:36

Es sieht von weitem aus wie ein riesiger silbrig glänzender Teppich, und bald könnte es anfangen zu stinken. Millionen toter Sardinen und Sardellen sind im südkalifornischen Hafen von Redondo Beach nahe Los Angeles auf der Wasseroberfläche entdeckt worden.

Nach Medienberichten vom Mittwoch liegen die Fische auch auf dem Grund des King Harbor, an manchen Stellen stapeln sich die Fischkadaver fast einen halben Meter hoch auf.

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Der genaue Grund für das Massensterben wurde noch untersucht, aber die Behörden sind sich bereits sicher: Eine natürliche Ursache hat die Fische ersticken lassen. Die Vermutungen gehen dahin, dass Frühlingsstürme vor der Küste die Sardinen und Sardellen im Laufe von mehreren Tagen in den Hafen drückten. Auch wandernde hungrige Wale, die gesichtet wurden, könnten nach Spekulationen zum Ende der Fische beigetragen haben, hieß es in der «Los Angeles Times».

So landeten die kleinen Tiere im Jachthafen, insgesamt an vier verschiedenen Anlegestellen mit etwa 1400 Booten. Das Wasser ist dort nur flach, zu flach, um einer derart riesigen Menge an Fischen - wenn auch Miniausgaben - genügend Sauerstoff zu bieten, wurden Behördenvertreter zitiert. Erschwerend sei hinzugekommen, dass es in dem Hafen nur geringe Wasserbewegungen gibt.

Bereits am vergangenen Samstagabend sichteten Bootsbesitzer eine große Zahl von nach Luft schnappenden Sardinen auf der Oberfläche, am Dienstag waren die toten Tiere dann überall, an den Mauern der Anlegestellen, um die Boote herum. Es glitzerte nur so in der Morgensonne, schilderten Augenzeugen. «Es ist ein natürliches, aber ungewöhnliches Ereignis», sagte Andrew Hughan von der kalifornischen Fischereibehörde. «Es ist eine Ferkelei.»

Jetzt gibt es beim Saubermachen einen Wettlauf mit der Zeit. Früher oder später werden unweigerlich auch die toten Tiere auf dem Oberfläche geschwemmt werden, «und das wird nicht angenehm werden», zitierte die «Los Angeles Times» einen Fischhändler im Hafen. (Quelle: Washington (dpa/lby))
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