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Gratis-Koran-Verteilung: Politik fürchtet Missbrauch


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Gratis-Koran-Verteilung: Politik fürchtet Missbrauch

Unread postby Thomas » Thu 12. Apr 2012, 19:03

Politiker sind besorgt über die Gratis-Koran-Aktion radikaler Salafisten. Nicht, weil viele Christen die Heilige Schrift des Islam lesen könnten - sondern weil sie extremistische Umtriebe befürchten.

Unionsfraktionschef Volker Kauder verlangte, die Finanzierung der massenhaften Abgabe kostenloser Koran-Exemplare in Deutschland zu klären. SPD-Innenexperte Michael Hartmann forderte Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) auf, ein Verbot der radikalen Salafisten zu prüfen. Die Ulmer Druckerei Ebner & Spiegel überprüft ihren Druckauftrag.

Kauder sagte am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin: «Ich verurteile die Aktion scharf. Der Koran wird hier für extremistische Umtriebe missbraucht.» Zurecht distanzierten sich muslimische Verbände in Deutschland von diesem Missbrauch der Religionsfreiheit. «Im Übrigen würde mich dringend interessieren, woher das Geld für diese Aktion stammt», sagte der CDU-Politiker.

Radikalislamistische Salafisten wollen in Fußgängerzonen von Großstädten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz und im Internet 25 Millionen Koran-Exemplare kostenlos verteilen. Am Wochenende möchten sie in 36 deutschen Städten auftreten. In Nordrhein-Westfalen waren sie bereits unterwegs.

Der Salafismus ist nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes ein Sammelbecken für gewaltbereite Islamisten und hat in Deutschland rund 2500 Anhänger. Salafisten vertreten einen rückwärtsgewandten Ur-Islam und bestehen auf der Vollverschleierung von Frauen. Dass Salafisten den Koran auf Deutsch verteilen, obwohl für sie die Sprache Gottes Arabisch ist, warf zunächst Fragen auf. Im Konzept für die Aktion steht aber, es handele sich um die «ungefähre Übersetzung». Der Koran auf Arabisch sei für religiöse Zwecke bestimmt.

SPD-Innenexperte Hartmann sagte der «Saarbrücker Zeitung»: «In einem freien Land darf selbstverständlich die Heilige Schrift einer Weltreligion verbreitet werden. (...) Ein liberaler Rechtsstaat hält dies mit Leichtigkeit aus. Salafistischen Umtrieben hingegen muss eine offene Gesellschaft mit den Mitteln des Diskurses und auch der wehrhaften Demokratie begegnet werden.»

Die Organisation «Die wahre Religion», die zu den Salafisten zählt, hat bei der Ulmer Druckerei Ebner & Spiegel bereits Hunderttausende Korane drucken lassen. Die Druckerei prüft den Auftrag nun. Dass der Auftraggeber «im kritischen Licht» steht, sei dem Verlag bekannt, sagte ein Druckerei-Sprecher der dpa. «Wir hatten das am Anfang prüfen lassen durch den Verfassungsschutz und die Kripo.» Der Druck sei als «unbedenklich» eingestuft worden. «Für uns ist das ein Auftraggeber wie jeder andere auch. Wir produzieren für unsere Kunden, wie vermarktet und verteilt wird, darauf haben wir keinen Einfluss.»

Die FDP-Innenexpertin Gisela Piltz sagte der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (Donnerstag): «Solange bei der konkreten Verteilung in Fußgängerzonen oder anderswo keine Gesetze verletzt werden, ist ein Verbot nicht mit dem Rechtsstaat vereinbar.» Piltz forderte mehr Aufklärung, welche Botschaft friedlicher Glaubensausübung der Koran für die weit überwiegende Mehrheit der Muslime enthalte. «Die schwarzen Schafe des radikalen Salafismus dürfen nicht mit dem Islam verwechselt werden.»

Der NRW-Verfassungsschutz beobachtet die Vorgänge. Das NRW- Innenministerium hält die Salafisten-Aktion für den Ausdruck der offensiven Missionierungsarbeit dieser islamistischen Strömung.

«Die Welt» meldete, Journalisten der «Frankfurter Rundschau» und des «Tagesspiegel» in Berlin, die kritisch über die Aktion berichtet hätten, seien in einem vierminütigen Video auf YouTube namentlich genannt und bedroht worden. Darin sei von «Schweinen» und «Affen» die Rede, die verlogene Berichte über DawaFFM (eine Salafisten-Gruppe im Raum Frankfurt) veröffentlicht hätten.
Mfg Thomas
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Thomas
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