Die Geschichte geht zurück auf das Jahr 1635, als in der Oberallgäuer Gemeinde die Pest ausbrach und 670 Leute dieser Seuche zum Opfer gefallen sind. Symbolisch wird die Reinigung von der Pest von einer Figur dargestellt, eben dem „Butz“, der den Menschen die Füße abkehrt und damit die Pest auf sich nimmt und sie vertreibt. Wie vom Blitz getroffen hüpft der Butz während des Umzugs der Männer und Frauen – das heißt hier „Ma- und Wibertour“ – vor der Musikkapelle her und fegt, was das Zeug hält.

„Am Ende fällt er tot um, als Symbol, dass die Pest gestorben ist und man wieder Lebensfreude in die Menschen hinein bekommt“, erklärt der Butz 2011, Armin Geisenhof. Eine große Ehre ist es für jeden Staufener, wenn er einmal im Leben diese für den Ort so bedeutende Figur spielen darf. Auch wenn das zunächst ein sehr besinnlicher Tag ist, der „Fasnatziestag“, wie er hier heißt, wird dann doch noch gefeiert. Schließlich ist die Pest ja besiegt.















