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Explosion in japanischem Atomkraftwerk


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Explosion in japanischem Atomkraftwerk

Unread postby Thomas » Sat 12. Mar 2011, 15:37

In dem beschädigten japanischen Atomkraftwerk in Fukushima hat sich am Samstag eine Explosion ereignet. Es habe Explosionsgeräusche gegeben, danach sei weißer Rauch aufgestiegen, berichtete der TV-Sender NHK.

Fernsehbilder deuten darauf hin, dass Teile der Gebäudehülle von Fukushima 1 weggebrochen sind. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo wurden vier Menschen verletzt.

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Unmittelbar vor der Explosion habe es eine Erschütterung gegeben. Nach dem verheerenden Erdbeben und dem Tsunami hatte sich die Lage in dem Meiler durch den Ausfall des Kühlsystems dramatisch zugespitzt.

In der Nähe des Atomkraftwerks sei radioaktives Cäsium festgestellt worden, berichtete Kyodo am Samstag unter Berufung auf die Atomsicherheitskommission. Es sei möglich, dass in dem Reaktor eine Kernschmelze ablaufe. Nach Angaben von Greenpeace könnte das Cäsium aber auch beim Ablassen von Druck entwichen sein.

Nach dem Beben am Freitag war das Kühlsystem des Reaktors ausgefallen. Bei der Naturkatastrophe sind nach Polizeiangaben vermutlich mehr als 1200 Menschen ums Leben gekommen.

Der Betreiber des AKW habe daran gearbeitet, den Druck aus dem Reaktorgehäuse abzulassen, um eine Kernschmelze zu verhindern, so Kyodo. Trotz dieser Maßnahme seien ungewöhnlich hohe Radioaktivitätswerte um das AKW nachgewiesen worden.

«Cäsium kann auch dann festgestellt werden, wenn aus den Kernkraftwerken der Druck abgelassen wird», sagte am Samstag Greenpeace-Atomexperte Christoph von Lieven der Nachrichtenagentur dpa. Auf diese Weise könnten radioaktive Partikel in die Umgebung gelangen. Der Cäsium-Fund müsse also noch nicht bedeuten, dass die Kernschmelze bereits begonnen habe.

In der im Nordosten gelegenen Region um die Atomkraftwerke Fukushima 1 und 2 war der atomare Notstand ausgerufen worden, nachdem die Kühlsysteme ausgefallen waren. Die Regierung in Tokio kam zu einer Krisensitzung zusammen und ordnete in weitem Umkreis der Atomkraftwerke Evakuierungen an, um die Bevölkerung in Sicherheit zu bringen. Zehntausende von Rettungskräften, darunter auch Soldaten, sind in den Katastrophengebieten unermüdlich im Einsatz.

Am Morgen nach dem Beben der Stärke 8,9 und dem verheerenden Tsunami, der bis weit ins Land hinein Schiffe, Häuser, Autos und Menschen mitgerissen hatte, wurde das Ausmaß der Schäden sichtbar. Tausende Häuser waren zerstört, Raffinerien brannten.

Bislang konnten laut Polizei mehr als 430 Leichen geborgen werden, 784 Menschen gelten als vermisst. In Krankenhäusern wurden Hunderte Verletzte behandelt. Etwa 210 000 Menschen verloren ihr Zuhause.

Die Generatoren des Werks 1, die unter anderem das Kühlsystem mit Energie versorgen sollen, waren am Freitag durch den Tsunami zerstört worden. In der Nacht zum Samstag fiel dann auch in drei Reaktoren des rund zwölf Kilometer entfernten Werks 2 das Kühlsystem aus, wie die Kyodo unter Berufung auf die Betreibergesellschaft berichtete.

Bereits vor der Explosion hatte Kyodo unter Berufung auf die nationale Atomsicherheitsbehörde gemeldet, dass im Kontrollraum des Kraftwerks Fukushima 1 die radioaktive Strahlung auf das tausendfache des normalen Werts gestiegen sei. Nahe des Haupttors der Anlage sei eine achtmal so hohe Radioaktivität wie normalerweise gemessen worden.

Unterdessen drohten in weiten Gebieten Japans weitere Stromausfälle. Die Betreibergesellschaft Tokyo Electric Power Co. (Tepco) rief am Samstag Unternehmen und Bewohner auf, Strom zu sparen. Tepco betreibt auch das Atomkraftwerk Fukushima 1.

In weiten Teilen Japans bebte die Erde auch am Samstagmorgen. Die Menschen im Großraum Tokio wurden von einer neuen schweren Erschütterung aufgeschreckt. Auch in der Provinz Nagano gab es starke Nachbeben. Das japanische Fernsehen zeigte Bilder von großflächigen Überschwemmungen an der Küste. Viele Menschen verbrachten die eiskalte Nacht frierend im Freien auf den Dächern umfluteter Häuser.

Das gewaltige Beben hatte Japan am Freitag gegen 14.45 Uhr Ortszeit (6.45 Uhr MEZ) erschüttert. Das Zentrum der Erdstöße lag 24,4 Kilometer unter dem Meeresboden, 130 Kilometer östlich der Stadt Sendai und knapp 400 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Tokio.

An der Ostküste der japanischen Hauptinsel Honshu fielen Gebäude wie Kartenhäuser zusammen, eine Wasserwand raste ins Landesinnere und riss alles mit sich, was ihr im Weg stand. Auch ein Reisezug wurde an der Küste vermisst, berichtete die Agentur Kyodo.

Im gesamten Pazifikraum waren nach dem Beben in etwa 50 Ländern zeitweise Tsunami-Warnungen ausgelöst worden. In Kalifornien wurde ein junger Mann von der Welle mitgerissen und ertrank. Auf Taiwan, den Philippinen, an der südamerikanischen Küste und an der US-Westküste blieb eine größere Flutwelle jedoch aus. In Ecuador waren mehr als 260 000 Menschen aus küstennahen Regionen in Sicherheit gebracht worden, in Chile wurden ebenfalls Zehntausende Bewohner aus tief gelegenen Küstenstrichen in höheres Gelände gebracht.

International wurde der japanischen Regierung Hilfe angeboten. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte langfristige Unterstützung beim Wiederaufbau der zerstörten Landstriche zu: «Japan soll wissen, dass Deutschland in dieser schwierigen Stunde an seiner Seite steht.»

Das gerade erst von einem schweren Erdbeben heimgesuchte Neuseeland schickte ein Team mit 48 Rettungskräften nach Japan. Auch Australien bot Hilfe an. Die USA schickten rund 140 Katastrophenhelfer. Die Teams würden zudem 75 Tonnen Hilfsmaterial und Suchhunde mit in das Land bringen, teilte die US-Behörde für Internationale Entwicklung mit. Zuvor hatten die Vereinigten Staaten bereits zur Unterstützung einen Flugzeugträger nach Japan entsandt. (Quelle: Tokio (dpa/lby))
Mfg Thomas
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