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Veh betont: Zukunft offen - Arnesen hat hohe Ziele

Unread postMessage posted...: Thu 24. Feb 2011, 22:00
by Thomas
Beim Hamburger SV geht die Debatte um die sportliche Zukunft weiter. Während der künftige Sportdirektor Frank Arnesen hohe Ziele ausgab, ist noch immer nicht klar, mit wem diese erreicht werden sollen.

Armin Veh betonte, dass die Trainerfrage völlig offen sei. «Es werden in naher Zukunft Gespräche stattfinden, es ist aber noch nichts entschieden», sagte der Coach in Hamburg auf der Pressekonferenz zum Punktspiel beim 1. FC Kaiserslautern. Veh hat beim HSV einen Vertrag bis zum Sommer 2012, den beide Seiten aber bis zum 31. Mai 2011 per Option zum Saisonende kündigen können.

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In der Winterpause hatten Veh und der HSV-Vorstand vereinbart, mit einer Entscheidung in der Trainerfrage bis Ende März zu warten. Der Club will sich laut Sportchef Bastian Reinhardt an die Absprache halten, der Coach hingegen kündigte eine baldige Erklärung an. «Ich habe keine Lust mehr auf diese Eierei, ich werde mich zeitnah äußern», hatte er gesagt. «Ich bin immer ein Entscheider gewesen. Wenn es um mich geht, dann habe ich immer selbst entschieden.»

Dies wurde als Entscheidung des Trainers auf ein vorzeitiges Ende der Zusammenarbeit gedeutet. Denn einem persönlichen Beschluss zum Verbleib im Amt für ein weiteres Spieljahr müsste der HSV zustimmen, indem der Club auf das Ziehen der Option zum 31. Mai verzichtet.

Der künftige Sportdirektor Frank Arnesen will in der kommenden Saison eine «positive Entwicklung» beim HSV einleiten, sich zuvor aber noch auf seine Aufgabe in England konzentrieren. «Mein Vertrag läuft bis zum Saisonende. Bis dahin bin ich voll und ganz beim FC Chelsea. Natürlich ist der HSV in meinem Hinterkopf, ich führe auch Telefonate. Aber ich treffe keine Entscheidungen», betonte der Däne am Donnerstag. Mit Veh habe er noch gar nicht gesprochen. «Es gab noch keinen Kontakt, aber ich verfolge die Ergebnisse sehr genau.»

Arnesen will sich aus der Personalie Bernd Hoffmann heraushalten, dessen Vertrag als Vorstandsvorsitzender am Jahresende ausläuft. «Das ist Sache des Clubs. Ich bin ja erst ab dem 1. Juli in Hamburg», meinte Arnesen, dessen dänischer Landsmann und Freund Sören Lerby ihm den Wechsel aus London in die Hansestadt empfohlen hat.

Den Schritt zum HSV empfindet er nicht als Abstieg, auch wenn ihm künftig im Gegensatz zum Abramowitsch-Club viel geringere finanzielle Möglichkeiten zur Verfügung stehen. Wie einst beim PSV Eindhoven will Arnesen daher verstärkt auf die Jugendarbeit setzen. «Wir müssen eben intelligenter als die anderen sein und junge Spieler für den HSV begeistern», sagte der Hoffnungsträger. Der HSV sei ein großer Club mit einer großen Geschichte und vielen großen Namen: «Nun müssen wir alle dafür sorgen, aus diesem Verein wieder etwas Großes zu machen.» (Quelle: Hamburg (dpa/lby))