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Gesundheitsversorgung soll Migranten gerechter werden

New postby Thomas » Wed 6. Jul 2011, 22:01

Die medizinische Versorgung in Bayern sollte besser auf die besonderen Bedürfnisse von Migranten abgestimmt werden. Dies geht aus dem Bericht «Gesundheit und Migration» des bayerischen Gesundheitsministeriums hervor, der am Mittwoch in München vorgestellt wurde. Bestehende sprachliche und kulturelle Barrieren zwischen Arzt und Patient müssten abgebaut werden, sagte Staatssekretärin Melanie Huml (CSU).

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Erreicht werden könne dies einerseits durch bessere Deutschkenntnisse der Betroffenen selbst, andererseits durch Dolmetscher in den Krankenhäusern und mehrsprachige Informationsbroschüren. Migranten besuchten im Durchschnitt genauso häufig einen Arzt wie Deutsche im Freistaat, nähmen aber aufgrund sprachlicher Hindernisse seltener Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch. Kinder mit Migrationshintergrund seien hingegen in der Regel besser geimpft als deutsche Kinder.

Laut dem Bericht sind Migranten grundsätzlich genauso gesund oder krank wie Deutsche, allerdings hätten sie ein höheres Risiko für bestimmte Krankheiten wie beispielsweise Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes. Denn aus dem Bericht geht hervor, dass fast jeder sechste Migrant in Bayern stark übergewichtig ist. In der deutschen Bevölkerung nur jeder achte. Kinder mit Migrationshintergrund litten gar doppelt so häufig unter starkem Übergewicht wie deutsche Kinder.

Mit dem Bericht hat das bayerische Gesundheitsministerium erstmals die Gesundheit und medizinische Versorgung von Migranten in Bayern untersucht. Im Freistaat leben laut Ministerium rund 2,5 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Das entspricht einem Fünftel der bayerischen Gesamtbevölkerung. (Quelle: München (dpa/lby))
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